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Selbständig22. November 20253 Min. Lesezeit

Steuerberater für Freelancer: Kosten, Nutzen, Alternativen

Lohnt sich ein Steuerberater für Freelancer? Kosten, Vorteile und wann du besser selbst machst.

Dr. Florian Steiner

Gründer von taxfinito

Brauche ich als Freelancer einen Steuerberater?

Kurze Antwort: Nicht unbedingt. Als Freelancer mit EÜR kannst du vieles selbst machen. Aber es gibt Situationen, wo ein Steuerberater sinnvoll ist.

Was kostet ein Steuerberater?

Die Kosten richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und deinem Umsatz/Gewinn.

Typische Kosten für Freelancer

LeistungKosten (ca.)
Einkommensteuererklärung300-800 €
EÜR (Anlage EÜR)200-500 €
USt-Jahreserklärung150-400 €
USt-Voranmeldungen (12x)300-600 €
Laufende Buchhaltung100-300 €/Monat

Rechenbeispiel

Freelancer mit 50.000 € Gewinn:

  • Einkommensteuererklärung: ~500 €
  • EÜR: ~300 €
  • USt-Jahreserklärung: ~200 €
  • Summe: ~1.000 € pro Jahr

Mit laufender Buchhaltung: ~2.500-4.000 € pro Jahr

Vorteile eines Steuerberaters

1. Zeitersparnis

Statt Stunden mit Buchhaltung zu verbringen, kannst du dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren.

2. Fristverlängerung

Mit Steuerberater hast du bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit für die Steuererklärung (statt 31. Juli).

3. Optimierung

Ein guter Steuerberater findet Sparpotenziale, die du selbst übersiehst:

  • Abschreibungsmöglichkeiten
  • Vergessene Betriebsausgaben
  • Gestaltungsmöglichkeiten

4. Sicherheit

Bei Fehlern haftet der Steuerberater (Berufshaftpflicht).

5. Betriebsprüfung

Der Steuerberater vertritt dich bei Prüfungen und kennt die Spielregeln.

Nachteile eines Steuerberaters

1. Kosten

Gerade bei niedrigem Einkommen sind 1.000+ € pro Jahr viel Geld.

2. Abhängigkeit

Du gibst Verantwortung ab und verstehst deine Finanzen weniger.

3. Wartezeiten

Steuerberater sind oft ausgelastet. Spontane Fragen werden nicht immer schnell beantwortet.

4. Qualität schwankt

Nicht jeder Steuerberater ist gleich gut. Die Suche nach dem richtigen kann dauern.

Wann lohnt sich ein Steuerberater?

Steuerberater empfohlen:

  • Gewinn über 50.000 €
  • Komplexe Sachverhalte (Auslandseinkünfte, Beteiligungen)
  • Mehrere Einkunftsarten
  • Keine Zeit/Lust für Buchhaltung
  • Gründungsphase (einmalige Beratung)
  • Bevorstehende Betriebsprüfung

Selbst machen ist okay bei:

  • Einfachen Verhältnissen (nur Freelancer-Einkünfte)
  • Gewinn unter 30.000 €
  • Interesse an der eigenen Finanzlage
  • Nutzung guter Software (taxfinito)

Alternativen zum Steuerberater

1. Buchhaltungssoftware + Selbst machen

Mit Tools wie taxfinito kannst du:

  • Belege automatisch kategorisieren
  • USt-VA vorbereiten
  • EÜR erstellen
  • DATEV exportieren (für einmalige Steuerberater-Prüfung)

Kosten: 10-30 €/Monat statt 200+ €/Monat

2. Lohnsteuerhilfeverein

Für Arbeitnehmer und nebenberuflich Selbständige (unter 22.000 € Einnahmen aus Selbständigkeit) eine günstige Alternative.

Kosten: 100-300 €/Jahr (einkommensabhängig)

3. Steuerberater nur für Steuererklärung

Mache die laufende Buchhaltung selbst und lasse nur die Jahreserklärung vom Steuerberater erstellen.

Die optimale Kombination

Empfehlung für Freelancer:

  1. Buchhaltung selbst machen mit taxfinito
  2. Jährliche Prüfung durch Steuerberater (bei Bedarf)
  3. Einmalige Beratung bei Gründung oder besonderen Fragen

So sparst du Geld, behältst den Überblick und hast trotzdem professionelle Unterstützung wenn nötig.

taxfinito: Die smarte Alternative

taxfinito hilft dir, die Buchhaltung selbst zu machen:

  • Automatisches Matching spart Zeit
  • DATEV-Export für den Steuerberater
  • GoBD-konform für die Betriebsprüfung
  • Deutlich günstiger als monatliche Steuerberatung

Tags:

SteuerberaterKostenFreelancerAlternativeBuchhaltung

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