Steuerberater für Freelancer: Kosten, Nutzen, Alternativen
Lohnt sich ein Steuerberater für Freelancer? Kosten, Vorteile und wann du besser selbst machst.
Dr. Florian Steiner
Gründer von taxfinito
Brauche ich als Freelancer einen Steuerberater?
Kurze Antwort: Nicht unbedingt. Als Freelancer mit EÜR kannst du vieles selbst machen. Aber es gibt Situationen, wo ein Steuerberater sinnvoll ist.
Was kostet ein Steuerberater?
Die Kosten richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und deinem Umsatz/Gewinn.
Typische Kosten für Freelancer
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Einkommensteuererklärung | 300-800 € |
| EÜR (Anlage EÜR) | 200-500 € |
| USt-Jahreserklärung | 150-400 € |
| USt-Voranmeldungen (12x) | 300-600 € |
| Laufende Buchhaltung | 100-300 €/Monat |
Rechenbeispiel
Freelancer mit 50.000 € Gewinn:
- Einkommensteuererklärung: ~500 €
- EÜR: ~300 €
- USt-Jahreserklärung: ~200 €
- Summe: ~1.000 € pro Jahr
Mit laufender Buchhaltung: ~2.500-4.000 € pro Jahr
Vorteile eines Steuerberaters
1. Zeitersparnis
Statt Stunden mit Buchhaltung zu verbringen, kannst du dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren.
2. Fristverlängerung
Mit Steuerberater hast du bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit für die Steuererklärung (statt 31. Juli).
3. Optimierung
Ein guter Steuerberater findet Sparpotenziale, die du selbst übersiehst:
- Abschreibungsmöglichkeiten
- Vergessene Betriebsausgaben
- Gestaltungsmöglichkeiten
4. Sicherheit
Bei Fehlern haftet der Steuerberater (Berufshaftpflicht).
5. Betriebsprüfung
Der Steuerberater vertritt dich bei Prüfungen und kennt die Spielregeln.
Nachteile eines Steuerberaters
1. Kosten
Gerade bei niedrigem Einkommen sind 1.000+ € pro Jahr viel Geld.
2. Abhängigkeit
Du gibst Verantwortung ab und verstehst deine Finanzen weniger.
3. Wartezeiten
Steuerberater sind oft ausgelastet. Spontane Fragen werden nicht immer schnell beantwortet.
4. Qualität schwankt
Nicht jeder Steuerberater ist gleich gut. Die Suche nach dem richtigen kann dauern.
Wann lohnt sich ein Steuerberater?
Steuerberater empfohlen:
- Gewinn über 50.000 €
- Komplexe Sachverhalte (Auslandseinkünfte, Beteiligungen)
- Mehrere Einkunftsarten
- Keine Zeit/Lust für Buchhaltung
- Gründungsphase (einmalige Beratung)
- Bevorstehende Betriebsprüfung
Selbst machen ist okay bei:
- Einfachen Verhältnissen (nur Freelancer-Einkünfte)
- Gewinn unter 30.000 €
- Interesse an der eigenen Finanzlage
- Nutzung guter Software (taxfinito)
Alternativen zum Steuerberater
1. Buchhaltungssoftware + Selbst machen
Mit Tools wie taxfinito kannst du:
- Belege automatisch kategorisieren
- USt-VA vorbereiten
- EÜR erstellen
- DATEV exportieren (für einmalige Steuerberater-Prüfung)
Kosten: 10-30 €/Monat statt 200+ €/Monat
2. Lohnsteuerhilfeverein
Für Arbeitnehmer und nebenberuflich Selbständige (unter 22.000 € Einnahmen aus Selbständigkeit) eine günstige Alternative.
Kosten: 100-300 €/Jahr (einkommensabhängig)
3. Steuerberater nur für Steuererklärung
Mache die laufende Buchhaltung selbst und lasse nur die Jahreserklärung vom Steuerberater erstellen.
Die optimale Kombination
Empfehlung für Freelancer:
- Buchhaltung selbst machen mit taxfinito
- Jährliche Prüfung durch Steuerberater (bei Bedarf)
- Einmalige Beratung bei Gründung oder besonderen Fragen
So sparst du Geld, behältst den Überblick und hast trotzdem professionelle Unterstützung wenn nötig.
taxfinito: Die smarte Alternative
taxfinito hilft dir, die Buchhaltung selbst zu machen:
- Automatisches Matching spart Zeit
- DATEV-Export für den Steuerberater
- GoBD-konform für die Betriebsprüfung
- Deutlich günstiger als monatliche Steuerberatung
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